exhibition
"Gewalt hat viele Gesichter" (August 2004)
Vom 03.09.2004 bis zum 13.09.2004 stellte Arnd Greten zum Thema "Gewalt hat viele Gesichter" seine Kunstwerke im Foyer des Cloppenburger Rathauses aus.
Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fanden sich an diesem Abend ein.
Bürgermeister Wiese begrüßte rech herzlich die zahlreichen Besucher, unter ihnen besonders die Vertreter der verschiedenen Gruppen und Vereine, die an der Gestaltung der Projektwoche maßgeblich beteiligt waren.
Zum Thema“ Gewalt heute“ hielt Herr Erich Marx, vom Landespräventivrat einen Vortrag, in dem er sich mit der Definition und der möglichen Vermeidung von Gewalt eingehend auseinander setzte.
Anschließend lenkte Herr Wilfried Körtzinger den Blick der Besucher auf die Bilder und Skulpturen Arnd Gretens, die das Thema Gewalt eindringlichst und vielfältig aufgriffen und durch ihre besondere Ausdruckskraft den Zuschauer betroffen machten.
Wilfried Körtzinger über Arnd Greten
Arnd Gretens Bilder zum Thema „Gewalt hat viele Gesichter“ finden in sehr unterschiedlichen Techniken und Stilen einen sichtbaren Ausdruck. Der Umgang mit „Gewalt“ ist in unseren Gesellschaften in Bildern durch Jahrhunderte sehr einseitig geprägt. Der Helden oder Märtyrertod, die Gewalt gegenüber gesellschaftlich Unerwünschten beherrschte die Kunst lange Zeit. Tod und Gewalt in der Kunst wurden überwiegend zu einem illustren grandiosen Spektakel, in dem Gewalt als gesellschaftlich erwünschtes Mittel der Machterhaltung seinen Ausdruck fand. Machterhaltung durch die Kunst ließ feudale Schlachtgemälde entstehen, in denen Gewalt und Tod zum reinem Vergnügen generierten. Die wenigen Künstler, die sich der realexistierenden Wirklichkeit in teilen ihres Werkes stellten, wie z.B. Francisco Goya waren die Ausnahme. Die expressiv, teils mit dem Finger gemalten Arbeiten Arnd Gretens stehen in ihrem formalen Ansatz den kleineren Zeichnungen im Ausdruck sehr nahe. Die Mal‑ u. Zeichenspur ist nachvollziehbar und lä¤t den Vorgang der Entstehung deutlich werden. Die Reduktion einiger Arbeiten auf zwei Farben ist inhaltlich begründet und kein formaler Akt. Sich auf Wesentliches im Sinne des Inhaltes konzentrieren liegt dem zu Grunde und ist teil der Zielsetzung von Arnd Greten. Arnd Greten reduziert den Gegenstand in seinen Arbeiten, um den Inhalt zu schärfen, bleibt aber bei wiedererkennbaren Bildzeichen, um die Aussage auf den Punkt zu bringen. Dieses bildnerische Prinzip ist Bestandteil der Hinführung auf das Thema „Gewalt“ und nicht ein formales Spiel um seiner selbst willen. Als ausgewiesener Grafiker arbeitet Arnd Greten natürlich auch mit dem Computer. Seine computerbegründeten Arbeiten lassen erahnen, welche Möglichkeiten der Bildentstehung bei Beherrschung dieser Technik machbar sind. Der Computer wird quasi zum Pinsel, zur Leinwand zum Werkzeug mit dem eigene Ideen umgesetzt und visualisiert werden können, wenn man ihn beherrscht. Formale und technische Details in Arnd Gretens Arbeiten, wie auch die Abstraktion auf das Wesentliche lä¤t dem Betrachter/in noch genügend Freiraum für eigene Betrachtungen. Das Bild kann vor dem eigenen Erfahrungshintergrund im Sinne des Themas vervollständigt werden, um es auch zu einem „eigenen“ Bild werden zu lassen.
Impressionen der Ausstellung
Einladungskarten
Kontaktdaten
Arnd Greten
Media-Arts
Friedrich-Pieper-Straße 12
49661 Cloppenburg
E-mail: info(at)kultbild.com













